Ändert sich die Umwelt, dann gibt es Veränderungskonflikte. Wenn wir die aktuelle Situation beobachten frage ich mich schon, warum manchen das Verständnis fehlt sich in Quarantäne zu begeben.

Offensichtlich ist es schwierig sich auf neue Situationen einzustellen. Übliche Gewohnheiten verlassen, Kontakte nur sehr reduziert im engsten Kreis der Familie. Ein typischer Veränderungskonflikt.

Sie haben einen tieferen Sinn, denn sie zwingen uns in permanenter Auseinandersetzung eine Entscheidung zu treffen. Veränderung oder Bewahrung?

 

Ein konkretes Beispiel für Konfliktvermittlung mit Mediation entsteht derzeit im Pflegebereich.

Wir haben eine verhärtete Konfliktsituation, in der der Spielraum für Konfliktlösungen gering ist. In der Vergangenheit unter ökonomischen Druck mit Rationalisierung, mehr Arbeitspensum, weniger Zeit für Patienten hat es schon lange vor Corona die Forderung nach Konfliktlösungen gegeben.
Die Zeit um Standpunkte herauszuarbeiten wird den Beteiligten nun aus der Hand genommen. Stattdessen setzen wir auf das Heldenepos. Wertschätzung für den Job, das allein wird nicht reichen.

Konfliktbearbeitung muss nicht unbedingt von außen gesteuert werden. So können Pflegekräfte die selbst einen Migrationshintergrund besitzen in die Rolle des Mentoren schlüpfen. Sie können mit Anleitung, bei Konflikten in eigener Muttersprache vermitteln, zudem bringen sie wichtige Arbeitserfahrungen mit.

Diese Empfehlung hat es vor einem Jahr gegeben und wurde hier veröffentlicht:

https://www.aerztezeitung.de/Politik/Auf-vielen-Stationen-gibt-es-kulturelle-Konflikte-19971.html

Um Mentoren in Pflegeeinrichtungen zu unterstützen, hilft zur Konfliktprävention/-bearbeitung diese Checkliste.

Definition Wertschätzung siehe Glossar.

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