Der Mediationsweg ein Wendepunkt?

Als Betriebswirtin rein mathematisch beantwortet handelt es sich um einen Wendepunkt wenn die notwendige Bedingung:

f′′(x0)=0

und die hinreichende Bedingung

f′′′(x0)≠0

erfüllt wird. Ersteres ist die Grundvoraussetzung.

Als Mediatorin sehe ich beim Mediationsweg mehrere Wendepunkte. Die Grundvoraussetzungen betreffen das Wahrnehmen, Denken und Vorstellen, das Fühlen, das Wollen welches letztlich zur hinreichenden Bedingung des konstruktiven Handelns führt.

Bei der Mediation geht es um einen Richtungswechsel. Ja bitte, qualitativ so wie Glasl die Phasen beschreibt:

  • Initial-Wendepunkt: die Bereitschaft zur Mediation entsteht.
  • Kognitiver Wendepunkt: hier gelingt ein Perspektivenwechsel.
  • Emotionaler Wendepunkt: die eigenen Gefühle erkennen /anerkennen und  sich in die Gefühle der Gegenseite hineinversetzen.
  • Intentionaler Wendepunkt, die zugrunde liegenden Bedürfnisse, die zum Konflikt geführt haben, werden erkannt und anerkannt werden und der Wille zur Lösung entwickelt sich.
  • Handlungsoptionen, die Suche nach kreativen Lösungen, die bewertet und priorisiert werden. Übereinkunft und Widerstände werden berücksichtigt.
  • Die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen.

 

So weit, ganz klar – wann gibt es keinen Wendepunkt?

Mathematisch: wenn sich die Krümmung des Graphen nicht ändert. …

Oder wenn die Bereitschaft zur Mediation nicht vorhanden ist.

Schade eigentlich angesichts der Möglichkeiten die ein Richtungswechsel mit sich bringt.

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